Vier Stufen trennen das Überleben vom Gewinnen aus der Krise.
Reifegrade · 1 Folie

Vier Stufen trennen das Überleben vom Gewinnen aus der Krise.
Resilienz ist keine Kostenposition, sondern ein Reifegrad und der lässt sich nicht kaufen.
Resilienz wird Stufe um Stufe gebaut.
Fragil: Ein Schock trifft, das Unternehmen bricht ein.
Robust: Es hält stand, unverändert.
Resilient: Es federt ab und kehrt zurück.
Antifragil: Es geht aus der Störung nicht nur stärker hervor. Statt sie nur zu überstehen, gewinnt es aus ihr. Der Begriff geht auf Nassim Taleb zurück.
Das ist ein Modell, kein Naturgesetz. Vier saubere Stufen gibt es in der Realität nicht. Was das Modell leistet, ist eine Einordnung: Es zeigt, mit welchem Handlungsspielraum ein Unternehmen dasteht, wenn der nächste Schock kommt.
Die meisten Diskussionen über Resilienz enden auf der zweiten Stufe. Standhalten. Überleben. Das ist das Denken der Versicherung. Schaden begrenzen, dann weitermachen wie zuvor.
Der eigentliche Anspruch liegt höher. Ein Unternehmen, das aus jeder Störung etwas lernt, das seine Struktur nach dem Schock verändert, das die Krise nutzt, um schneller, klarer und unabhängiger zu werden, steigt eine Stufe. Es wird reifer.
Das sieht man in jeder größeren Störung der letzten Jahre. Nach der Energiekrise, nach den Lieferkettenbrüchen, im aktuellen geopolitischen Umfeld: Ein Teil der Unternehmen kam beschädigt heraus, ein Teil unverändert, und einige kamen mit einer besseren Struktur heraus als vorher. Der Unterschied lag daran, auf welcher Stufe die Unternehmen standen, bevor der Schock kam.
Die Reife wird nicht in der Krise erworben. Sie entsteht vorher, in der Art, wie geführt wird, wenn nichts brennt. Deshalb ist Resilienz keine Ausgabe, die man sich leistet, sondern ein Zustand, den man aufbaut.
Die Frage ist nicht, ob der nächste Schock kommt, sondern auf welche Stufe er trifft.
Wenn Sie darüber nachdenken, wie Ihr Unternehmen aus Störungen hervorgeht und nicht nur, wie es sie übersteht, lassen Sie uns vernetzen und austauschen.








